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Smart City Kaiserslautern

Die Stadt Kaiserslautern beteiligte sich in den Jahren 2006/2007 am Wettbewerb "T-City" der Deutschen Telekom AG. Im Jahr 2017 gehörte Kaiserslautern zu den fünf Finalisten im Bitkom-Wettbewerb "Digitale Stadt". In diesem City Portrait der Stadt Kaiserslautern finden Sie sämtliche Informationen zum Engagement der Stadt im Bereich Digitalisierung und Smart City.

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Organisationsstruktur

In der Stadt Kaiserslautern drücken sich die Themen Digitalisierung und Smart City in organisatorischer Hinsicht auf drei Ebenen aus: Zunächst verfügt die Stadt über zwei ehrenamtliche Stabsstellen, die dem Oberbürgermeister zugeordnet sind. Dies ist zum einen der Chief Digital Officer (CDO), welcher das digitale Leitbild der Stadt weiterentwickelt und dies nach innen wie auch nach außen vermittelt. Zum anderen wirkt der Chief Urban Officer (CUO) an der Schnittstelle von Digitalisierung und Stadtentwicklung vorwiegend nach innen, indem er die langfristige Entwicklung der digitalen Stadt fokussiert, welche auch Veränderungen im Stadtbild mit sich bringt. Auf der nächsten Ebene ist die KL.digital GmbH als Tochtergesellschaft der Stadt Kaiserslautern mit der Umsetzung und Begleitung von Digitalisierungsprojekten betraut. Schließlich findet sich monatlich ein Steuerkreis zusammen, in dem CDO, CUO, Vertreter der KL.digital GmbH und weitere Mitglieder auf übergeordneter Ebene diskutieren.

Meilensteine

Die zum Zeitpunkt der Finalrunde des BitKom-Wettbewers in der Stadt herrschende positive Stimmung für die Digitalisierung wirkte sich positiv auf den Digitalisierungsprozess aus. So wurde Ende 2017 die KL.digital GmbH gegründet und nahm nur wenige Monate später den Betrieb auf. Im Februar 2018 beschloss der Stadtrat das Leitbild "herzlich digitale Stadt Kaiserslautern". 

Motivation & Zielsetzung

Kaiserslautern verfolgt das Ziel, sich zu einer digitalen Modellstadt für das Land Rheinland-Pfalz zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Digitalen Agenda steht der Mensch, dessen Lebensqualität erhöht werden soll, beispielsweise indem technische Systeme ihn bei seinen Aufgaben unterstützen und Abläufe beschleunigen. So sollen durch die Digitalisierung Effizienzgewinne in der Verwaltung erzielt und der Kontakt zwischen Behörden und Bürgern erleichtert werden. Dabei sollen die Folgen der technischen Entwicklung nicht unberücksichtigt bleiben, und die Nachhaltigkeit des Digitalisierungsprozesses über individuelle Projektlaufzeiten hinaus wird angestrebt. Digitalisierung darf nicht ausgrenzen. Insgesamt verfolgt die Stadt das Ziel, ihre Attraktivität als Wohnort zu erhöhen und als Standort für Unternehmen interessant zu sein.

alexandergelsin-beesmartcity-square „Kaiserslautern hat es als Stadt geschafft seinen Bürgern im Rahmen der digitalen Weiterentwicklung eine Strategie zu entwickeln, die ihnen den größten Gemeinnutzen verspricht. So werden strategisch geplante Smart City Lösungen zu Gunsten der Vereinfachung des Alltages entschieden und umgesetzt. Dies ist eine gute Veranschaulichung von bürgernaher Politik.“, sagt Alexander Gelsin, Geschäftsführer der bee smart city GmbH.

Stakeholder & Beteiligung

Die Stadt Kaiserslautern hat ihre Bevölkerung, die Verwaltung, die Wirtschaft und die Wissenschaft als zentrale Stakeholder im Digitalisierungsprozess und bei der Entwicklung hin zur Smart City definiert. Darüber hinaus finden auch städtische Unternehmen sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben Berücksichtigung. Der Stadt ist es wichtig, dass die umgesetzten Projekte alltagstauglich und für die Bürger verständlich sind. Die Beteiligung der Stadtöffentlichkeit ist aus diesem Grund ein essenzielles Element, insbesondere, um auch Menschen ohne besonderes technisches Hintergrundwissen mitzunehmen. So werden Veranstaltungen durchgeführt – beispielsweise an der Schnittstelle von Kunst und virtueller Realität –, um Digitalisierung greifbar zu machen. In Workshops wird Bürgern die Mitarbeit an der Digitalen Agenda ermöglicht. Gleichzeitig beteiligen sich unterschiedliche Stakeholder an gemischten Arbeitsgruppen zu Themen wie Gesellschaft, Bildung, Handel oder Verkehr.

Chancen & Herausforderungen  

Die vorrangige Chance, die Kaiserslautern in der Entwicklung zur Smart City sieht, besteht in einem positiven Effekt auf das Gemeinwesen – angefangen bei den Bürgern, der Jugend und den Senioren, aber auch in den Bereichen Kunst und Kultur. In diesem Zusammenhang sieht die Stadt in der Digitalisierung auch eine Möglichkeit, den zunehmenden Anforderungen des demografischen Wandels gerecht zu werden.

Wesentliche Herausforderungen in der Entwicklung hin zur Smart City sieht die Stadt im Bereich Datenschutz. Darüber hinaus ist der Prozess der Digitalisierung keinesfalls rein technischer Natur. So ist zu berücksichtigen, dass dieser in bestehende (gesellschaftliche) Systeme und Strukturen eingreift und diese nachhaltig verändert. 

Kommunikation & Netzwerke

Das Netzwerk der Stadt Kaiserslautern zum Thema Digitalisierung und Smart City besteht überwiegend aus lokalen Institutionen wie den städtischen Unternehmen, der Technischen Universität, der Hochschule und Forschungseinrichtungen wie zwei Fraunhofer-Instituten und dem DFKI.  Aktivitäten der Außenkommunikation erstrecken sich zum einen auf klassische Pressearbeit und Flyerkampagnen. Zum anderen werden verschiedene Social-Media-Kanäle bespielt und auf themenbezogenen Präsenzveranstaltungen in Kaiserslautern wird eine Social Wall installiert.  

Wettbewerbe & Förderprogramme

Kaiserslautern war Finalist im Bitkom-Wettbewerb "Digitale Stadt" und hatte zuvor am Wettbewerb "T-City" der Deutsche Telekom AG teilgenommen. Die Stadt erhält Fördermittel vom Land Rheinland-Pfalz für den Ausbau zur digitalen Modellstadt sowie auf Bundesebene vom BMBF und BMWi.  

Projektbeispiele: 

  • (Teil-)Autonomes Fahren (Mobilität):

    Die Zukunft Heidelbergs und den Weg dahin will die Stadt als "Knowledge pearl" mit den Kompetenzen und Erfahrungen aus der ansässigen Wissenschaft, Bürgerschaft und Wirtschaft erarbeiten. Als Orientierung dienen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Digitalstrategie des Landes Baden-Württemberg. Neben dem ethischen Orientierungswissen geht es darum, dass insbesondere die Bürger in die Gestaltung des digitalen Wandels aktiv einbezogen werden. So ist eine transdisziplinäre Kooperation der Geistes- und Sozialwissenschaften mit den Technikwissenschaften sowie den Bürgern geplant. Insbesondere möchte die Stadt Heidelberg die Veränderungen der Arbeitswelten und die nachhaltige Entwicklung in den Blick nehmen.

  • Art Caching (Gesellschaft):

    Hinter dem Projekttitel "Art Caching" verbirgt sich eine Rallye durch die Stadt Kaiserslautern. Mit VR-Brille und Smartphone begibt man sich auf die Suche nach virtuellen Markern, die Hinweise auf das nächste Ziel preisgeben. Beim digitalen Art Caching entdecken Menschen unter Umständen für sie ungewohnte Orte der städtischen Kunst- und Kulturszene. 

  • Mobiles Glasfasernetz (IT-Infrastruktur / Sicherheit):

    Bei Großveranstaltungen wird auf dem Veranstaltungsgelände ein mobiles Glasfasernetz bestehend aus einem Glasfaser-Hub, metallummantelten Glasfaserkabeln und einem Koffer mit Endgeräten wie Router, Switches und WLAN-Antenne errichtet. Dadurch lässt sich eine Entlastung des Funknetzes erzielen und ein leistungsfähiges geschütztes Netz für Sicherheitskräfte bereitstellen, um z.B. Videobilder zu übertragen. Zusätzlich kann ein Server veranstaltungsrelevante Daten und Sicherheitsinformationen vorhalten

paulmikolajczyk-beesmartcity-square„Die technologischen Innovationen werten das gesamte Stadtbild auf und schaffen zudem eine zusätzliche Reputation für die pfälzische Region. Kaiserslautern schreitet mit seinem bürgernahen Digitalkonzept in der Region voran und entwickelt sie mit einem Glasfasernetz und autonomen Technologien zu einer Smart Region.”, sagt Paul Mikolajczyk, Referent der Geschäftsführung der bee smart city GmbH.

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Die Interaktive Karte: Smart City Atlas - Landkarte Deutschland

Weiterer Überblick nach Regionen:
Smart Cities "Made in Germany": Westdeutschland

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Image Sources: iStock, ID: 598921982, Credit: Kenny10; ID: 174407525, Credit: Fontanis

Smart City Atlas by Bitkom

Geschrieben von Smart City Atlas by Bitkom

Die hier dargestellten Inhalte stammen aus der Studie "Smart City Atlas - Die kommunale digitale Transformation in Deutschland". Die Studie wurde in Kooperation zwischen Bitkom und dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) sowie den folgenden 13 Partnern erstellt: bee smart city GmbH, Capgemini Deutschland GmbH, Dell EMC (Dell GmbH), Deutsche Telekom AG, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Esri Deutschland GmbH, FIWARE Foundation e.V., Fujitsu Technology Solutions GmbH, Hewlett-Packard Enterprise, MasterCard Europe SA, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Robert Bosch GmbH, Stadtwerke München GmbH.

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